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  • AutorenbildGreta

Regen ist nicht gleich Schnee - und Wüstentiere nicht alle gleich

Meine Artgenossinnen und ich stammen vom Afrikanischen Esel ab. Das heisst, wir kommen ursprünglich aus wüstenähnlichen und gebirgigen Regionen Afrikas. In Afrika ist Schnee eine Seltenheit und auch Regen kommt nicht allzu oft vor. Deshalb ist unser Fell nicht wasserdicht - und wir mögen es somit grundsätzlich nicht, im Regen zu stehen. Ich denke, dies ist verständlich. Oder mögt ihr es etwa, ohne Regenschutz im Regen zu stehen und dann bis auf die Haut nass zu sein!?


Eben...



...deshalb versteht ihr sicherlich meinen überaus glücklichen Gesichtsausdruck, welcher im Video zu sehen ist. Schliesslich macht auch meine Regendecke meine Laune bei Regen nicht besser. Ganz im Gegenteil: ich hasse dieses Ding!


Meine Weggefährtin sieht dies anders. Die fühlt sich pudelwohl in dieser Kluft. Gut, sie latscht halt auch gerne mal draussen rum, wenn es regnet.


Okay... ich ebenfalls, wenn ich diese doofe Regendecke tragen muss - aber halt nur aus Protest.


Zugegeben - eigentlich ist diese Kluft ja erträglich - wenn auch nicht sehr komfortabel (die zupft immer so blöd am Pelz rum). Doch wenn Frauchen zuschaut, muss ich halt eben jeweils schon ein blödes Gesicht machen und ganz schön fest mit dem Schwanz schlagen - in der Hoffnung, dass sie Mitleid mit mir hat und dieses Ding von mir nimmt. Oftmals sind meine Aktionen leider erfolglos. Es sei denn, ich fange an meine Stallkollegin zu attackieren... *Hufe reib und grins*


Tja, meine Lieben, gewusst wie. Wir Esel sind halt gewiss schlaue Geschöpfe! :-)



Ja und dann ist da noch der Winter und...


Ach, sinnbildlich zum Davonlaufen, dieses kalte, nasse, weisse Zeug!


Habe gleich Durchfall gekriegt, weil mich Frauchen dazu verdonnert hat, durch dieses kalte und nasse Weiss zu gehen. Dank diesem "Schnee" - wie Frauchen dies nennt - hat somit zumindest jeder gesehen, dass es mich "angeschissen" hat. (Bitte entschuldigt meine klaren, nicht salonfähigen Worte).


Ich mag halt keine kalten Füsse. Und nass mag ich auch nicht. Somit werden der Schnee und ich wohl nie Freunde.


Auch dies sieht meine "Streber-WG-Kollegin" anders. Sie mag dieses Zeug und hat sogar Spass darin rumzuspazieren und mit ihrer Nase Linien in die Schnee-Oberfläche zu pflügen. Na ja - wem's gefällt...




Wie bereits erwähnt: Wir sind ursprünglich Wüstentiere und deshalb ist es überhaupt keine Schande, wenn frau weder Regen noch Schnee mag. Nein, es ist sogar natürlich.


Das Wissen um unsere Herkunft sollte im Bezug auf unsere Fütterung eigentlich bei euch Menschen Alarmglocken läuten lassen. Doch leider ist dieses Läuten immer noch zu wenig weit verbreitet...

Wir Wüstentiere vertragen keine üppigen Gräser sowie andere energie-, zucker- und eiweisshaltige Futtermittel. Von Natur aus sind wir uns karges Futter gewohnt. Denn in der steinigen Wüste wächst nun mal kein saftiges Gras, Möhren, Früchte oder gar trockenes Brot. Dort gibt es rohfaserreiches, energie- und eiweissarmes Futter. Und da wir halt immer noch sehr "ursprünglich" sind, gilt es dies bei der Haltung und Fütterung von uns zu beachten.


Erstaunlich ist, dass dies viele Menschen - obwohl wir zu den ältesten Haustieren der Menschheit gehören - immer noch nicht verstanden haben. Wir sind keine Landschaftspfleger bzw. Rasenmäher - wir vertragen dies nicht! Zuviel Zucker, Eiweiss und Energie macht uns dick und krank.


Dies solltet ihr doch in den vergangenen 4'000 bis 5'000 Jahren gelernt haben - denn eigentlich habt ihr uns ja domestiziert, weil wir aufgrund unserer Herkunft zäh sind und länger ohne Nahrung sowie Wasser auskommen als ein Pferd...


Danke, dass ihr euch für unser Wohl einsetzt!


Eure Greta



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